Am 12. März leitete die „East West Tea Company“ einen Rückruf von mehr als 54.000 Schachteln ihrer Yogi-Teebeutel „Echinacea Immune Support“ ein. Laut dem Rückrufbericht der FDA wurde der Rückruf eingeleitet, „weil Pestizidrückstände oberhalb der Aktionsgrenzen festgestellt wurden“.  Da Yogi-Tee auch im deutschsprachigen Raum sehr beliebt ist und dort in zahlreichen Onlineshops und Läden zum Verkauf angeboten wird ist nicht ausgeschlossen, dass die betroffene Charge auch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz vertrieben wurde.

Zu den zurückgerufenen Artikeln gehören die 16 Chargen Bio-Yogi-Echinacea-Immununterstützungs-Teebeutel, die sechs Teebeutel pro Packung enthalten, und vier Packungen pro Paket, also insgesamt fast 900.000 Beutel Tee.

Die betroffenen Produkte sind mit der folgenden UPC-Nummer gekennzeichnet: 0 76950 45010

Zu den zurückgerufenen Chargennummern gehören die folgenden: #0000184330, #0000184853, #0000185098, #0000185100, #0000185383, #0000185385, #0000185387, #00 00185389, #0000185434, #0000185436, #0000185828, #0000185830, #0000185832, #0000186519, #0000186521, #000184062, #0000186900, #0000186902, #0000186904, #000 0187357, #0000187359, #0000187400, #0000187402, #0000187769, #0000188028, #0000188030 , #0000188045, #0000188114, #0000186600, #0000186910, #0000187155, #0000184691, #0000184963, #0000185381 und #0000185518.

Der Status des Rückrufs ist noch nicht abgeschlossen. Die FDA hat weder aufgeführt, welche Pestizide im Tee enthalten waren, noch hat sie angegeben, ob für die Produkte Rückerstattungen gewährt würden. Wenn Sie also eine dieser Packungen erworben haben ist es am besten, ihn sofort wegzuwerfen. 

Es ist nicht klar, welche Pestizidchemikalien möglicherweise entdeckt wurden, aber einige Gartenbauexperten gehen davon aus, dass Echinacea keine Pestizidbehandlung zu benötigen scheint, da es sich um ein natürliches Insektizid und ein antimikrobielles Mittel handelt.

In einer portugiesischen Pharmastudie aus dem Jahr 2020 heißt es, dass „es immer noch kaum Informationen über seine zytotoxische Aktivität gibt“. Mit anderen Worten: Es gibt nicht viele Forschungsergebnisse darüber, wie giftig einige Echinacea-Arten für die Zellen sein könnten.

Basierend auf den begrenzten Rückrufdetails ist es auch möglich, dass der Pestizidgehalt im Yogi-Echinacea-Tee natürlicherweise vorkam. Da sich der Hersteller selbst bisher nicht weiter zum Hintergrund des Rückrufs geäußert hat, lässt sich das offensichtliche Problem deswegen nicht näher erläutern.

Auf der Website von Yogi Tea oder auf Instagram geht nicht hervor, dass sie den Rückruf angekündigt haben, und die FDA gibt an, dass seitens des Herstellers keine Pressemitteilung herausgegeben wurde. Yogi Tea gibt an, dass sie auf der Unternehmens-Website ein Kundendienst-Kontaktformular anbieten.

Das Unternehmen bietet in Deutschland über 50 Teesorten an, in denen 100 exotische Gewürze und Botanicals aus ethischer Beschaffung verwendet werden. Yogi-Tee ist die geschützte Marke für „ayurvedischen Kräuter und Gewürztee“, der Anfang der 1980er Jahre gegründeten „Golden Temple Company“ in Eugene in den USA. Der heutige Sitz ist in Springfield (Oregon).

Der Vertrieb in Europa wird von der in Hamburg ansässigen „YOGI TEA GmbH“ übernommen.

Zunächst gab es nur eine klassische, nach dem Yoga-Lehrer Yogi Bhajan (1929–2004) benannte und nach dessen Originalrezepten zubereitete Teesorte, im Angebot. Diese enthielt keinen schwarzen Tee, sondern besteht aus einer Gewürzmischung mit Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken sowie schwarzem Pfeffer. Er ist somit ebenso wie Früchtetee oder Kräutertee zu den teeähnlichen Getränken zu zählen.

Heute gibt es über 50 verschiedene Teemischungen dieses Herstellers im Angebot, beispielsweise mit Zutaten wie Zichorienwurzel, Anis, Koriander oder Kakao. Des Weiteren werden unter der Marke Yogi-Tee auch Chai, Kräutertees und Grüntees produziert.

Yogi-Tees werden seit den 1990er Jahren weitgehend aus ökologisch erzeugten Bestandteilen hergestellt. Die Teemischungen wurden in Europa anfangs insbesondere von Menschen in der New-Age-Bewegung und von Vegetariern getrunken und waren nur in Fachgeschäften wie beispielsweise Reformhäusern oder Bioläden erhältlich. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts werden Yogi-Tee-Produkte auch in großen Einzelhandelsketten verkauft.

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Mathilda
1 Monat zuvor

Und das ausgerechnet bei Yogi-Tee. Wo doch immer so sehr auf ethisch korrektes Handeln geachtet wird..

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de_DEDeutsch
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