Starterguide Schwarzer Tee: Eine Reise durch fermentierte Aromen

Schwarzer Tee, ein zeitloses Elixier, das die Sinne verzaubert und Kulturen verbindet. Diese tiefdunkle Tasse, reich an Geschichte und Geschmack, hat die Herzen von Teeliebhabern auf der ganzen Welt erobert. Tauche mit dem Teeguru ein in die faszinierende Welt des schwarzen Tees, von seiner Herkunft bis zu den verschiedenen Sorten und Zubereitungsmethoden.

Schwarzer Tee stammt ursprünglich aus China, wo er vor über tausend Jahren entdeckt wurde. Der Legende nach entstand er durch einen glücklichen Zufall, als Teemeister vergaßen, die frisch gepflückten Teeblätter zu trocknen. Das Ergebnis war ein fermentierter Tee mit intensivem Geschmack und dunkler Farbe. Von China aus breitete sich schwarzer Tee nach Indien, Sri Lanka und anderen Teilen der Welt aus.

Für die Herstellung von Schwarztee werden frische Teeblätter zum Welken auf Bretter ausgelegt, bevor sie dann entweder mit der Hand oder mit Spezialmaschinen gerollt werden. Durch das Rollen der gewelkten Blätter werden die Blattenzyme aktiviert und somit der Fermentationsprozess eingeleitet. Nach einer Ruhepause werden die Blätter in Öfen getrocknet, bis sie ihre charakteristische dunkle Farbe und das starke Aroma angenommen haben.

Vielfalt

Einer der faszinierenden Aspekte von Schwarzem Tee ist seine beeindruckende Vielfalt. Sorten wie Assam, Darjeeling, Earl Grey und Lapsang Souchong bieten jeweils ein einzigartiges Geschmacksprofil. Assam aus Indien zeichnet sich durch seine kräftige, malzige Note aus, während Darjeeling mit einer blumigen und leicht herben Nuance aufwartet. Earl Grey, eine aromatisierte Variante, kombiniert schwarzen Tee mit dem Duft von Bergamotte (zum Beispiel der Kusmi Tea – Earl Grey Intense Bio), während Lapsang Souchong aus China durch das Räuchern über Kiefernholz seinen markanten rauchigen Geschmack erhält.

Zahlreiche andere, kleiner Teeanbaugebiete produzieren ihre eigenen Teesorten, die sich geschmacklich sehr oft noch einmal von den bekannten Teegebietssorten unterscheiden. Zwischenzeitlich produziert sogar Neuseeland seine eigenen Tees. Auf der Plantage „Zealand“ wird ein außergewöhnlicher Schwarztee hergestellt, der dem Teeguru fast die Sinne raubt. (Bestellbar exklusiv via TeeGschwendner)

Gesundheitliche Vorteile bewiesen

Neben seinem köstlichen Geschmack bietet Schwarzer Tee auch verschiedene gesundheitliche Vorteile. Er ist reich an Antioxidantien, die den Körper vor freien Radikalen schützen können. Studien legen nahe, dass regelmäßiger Konsum von Schwarztee das Risiko von Herzkrankheiten und Schlaganfällen verringern kann. Darüber hinaus enthält schwarzer Tee Koffein, das die Aufmerksamkeit steigern und die Stimmung verbessern kann. Dabei wirkt das im Tee vorhandene Koffein anders wie bei Kaffeetrinkern. Statt schneller, heftiger Wirkung wirkt er langsam anregend.

Wassertemperatur

Die Zubereitung von Schwarztee ist eine Kunst für sich. Die richtige Wassertemperatur und Ziehzeit sind entscheidend, um die besten Aromen zu entfalten. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, Wasser kurz vor dem Kochen zu verwenden (ca. 90-95 Grad Celsius) und den Tee 3-5 Minuten ziehen zu lassen. Einige Sorten, wie Darjeeling, profitieren von kürzeren Ziehzeiten, während kräftige Assamtees eine längere Ziehzeit bevorzugen. Schwarzer Tee verträgt sich gut mit Milch, Zucker, Sahne, Alkohol, Gewürzen und Früchten.

Bekannte Anbaugebiete

Assam Schwarzer Tee (Indien): Die Region Assam in Nordostindien ist berühmt für ihren kräftigen, malzigen Schwarzen Tee. Die Plantagen erstrecken sich entlang des Brahmaputra-Flusses und profitieren von einem feuchten Klima. Assam-Tee ist besonders beliebt als kräftiger Frühstückstee und zeichnet sich durch seine tiefe, rotbraune Tassenfarbe aus.

Darjeeling Schwarzer Tee (Indien): Die Bergregion Darjeeling im indischen Bundesstaat Westbengalen produziert einen der edelsten Schwarzen Tees. Darjeeling-Tee zeichnet sich durch zarte, blumige Aromen und eine helle, goldene Tassenfarbe aus. Die Teegärten in den Höhenlagen der Himalaya-Region tragen zu diesem einzigartigen Geschmacksprofil bei.

Keemun Schwarzer Tee (China): Aus der chinesischen Provinz Anhui stammend, ist Keemun-Tee für seinen süßen, rauchigen Geschmack und seine charakteristischen malzigen Noten bekannt. Dieser Schwarze Tee ist oft von hoher Qualität und wird von Teeliebhabern weltweit geschätzt.

Ceylon Schwarzer Tee (Sri Lanka): Das ehemalige Ceylon, heute Sri Lanka, ist ein bedeutendes Anbaugebiet für Schwarzen Tee. Die Teegärten in den Höhenlagen produzieren einen erfrischenden Tee mit einer breiten Aromenvielfalt, von zitrusfrisch bis zu kräftig und würzig.

Yunnan Schwarzer Tee (China): Yunnan, eine Provinz im Südwesten Chinas, ist für ihre einzigartigen Teesorten bekannt. Yunnan Schwarzer Tee, oft mit goldenen Knospen durchsetzt, bietet einen süßen und malzigen Geschmack mit leicht erdigen Nuancen. Dieser Tee stammt aus einer Region, in der auch der berühmte Pu-Erh-Tee produziert wird.

Nilgiri Schwarzer Tee (Indien): Die Nilgiri-Berge im Süden Indiens sind ein aufstrebendes Anbaugebiet für Schwarzen Tee. Nilgiri-Tee ist bekannt für sein fruchtiges Aroma und seine helle Tassenfarbe. Die Plantagen in höheren Lagen tragen zu einem milden und gleichzeitig erfrischenden Geschmack bei.

Desweiteren gibt es bekannte Teeanbaugebiete in Indosnesien bei Jave und Sumatra und in Afrika mit Tansania und Kenia, die einer der größten Teeexporteure der Welt sind.

Diese Sorten repräsentieren nur einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Welt des Schwarzen Tees. Jede Region bringt durch unterschiedliche klimatische Bedingungen, Bodenbeschaffenheiten und Verarbeitungsmethoden eine einzigartige Note in den Tee, was Schwarzen Tee zu einer faszinierenden und geschmacklich vielfältigen Kategorie macht.

Der Teeguru meint: Schwarzer Tee ist mehr als nur ein Getränk; er ist eine Reise durch die Geschichte, Kultur und Geschmacksvielfalt dieser einmaligen Pflanze. Von den sonnenverwöhnten Plantagen Indiens bis zu den nebelverhangenen Berghängen Chinas – die Vielfalt und Tiefe dieses Getränks sind endlos. Wohl auch deswegen lieben die Europäer den schwarzen Tee so sehr. Wer in Deutschland nicht sicher ist, welchen Tee er trinken soll, sollte immer zuerst zum schwarzen Tee auf der Karte greifen. Die Wahrscheinlichkeit, dabei an ein bewährtes und geschmacklich gutes Produkt zu kommen, dürfte am höchsten sein. Im Optimalfall immer losen Tee bevorzugen.

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