Die Briten sehen sich mit der drohenden Knappheit an Schwarztee konfrontiert. Der aktuelle Engpass im Lebensmittelregal sorgt für Unruhe unter den Inselbewohnern, da es sich um ihr geliebtes Getränk handelt, das so wichtig ist, dass jeder Zweite „sicherheitshalber eine Packung davon mit in den Urlaub nimmt“.

Leere Regale im Supermarkt bringen die Briten normalerweise nicht aus der Ruhe. Sind sie mittlerweile an fehlendes Gemüse, Eierbeschränkungen und ausbleibende Fleischlieferungen seit der Pandemie und dem Brexit gewöhnt. Doch die zunehmende Knappheit ihres wichtigsten Getränks bringt die Engländer nun doch etwas mehr zum Nachdenken.

Laut dem früheren Premierminister Winston Churchill sei Tee wichtiger als Munition und daher in unbegrenzter Menge auf seinen Schiffen vorhanden. Die jüngsten Probleme bei der landesweiten Schwarzteeversorgung können aber auch Churchills Erben nicht einfach so lösen. In vielen Supermarktregalen der großen Ketten wie Sainsbury’s wird durch Schilder in den Teeregalen der drohende Engpass bereits thematisiert. Unternehmen wie Tetley und Yorkshire Tea äußern sich besorgt über die Situation, ist doch mit einer Besserung der Situation aufgrund der unsicheren Transportwege im Roten Meer derzeit erst einmal nicht zu rechnen.

Briten lieben bekanntermaßen starken schwarzen Tee, der oftmals „blended“, also aus verschiedenen Ländern und Sorten gemischt wird. Dieser Tee wird hauptsächlich in China, Indien, Kenia und Sri Lanka produziert, während Großbritannien einer der weltweit größten Importeure von Tee ist.

Behinderungen beim Seetransport aufgrund von Angriffen in der Nähe des Roten Meeres führen zu längeren und teureren Transportwegen. Die Angst vor Hamsterkäufen und möglichen Panikkäufen wächst unter den Briten, obwohl Einzelhändler derzeit nur minimale Auswirkungen auf die Verbraucher erwarten. Noch gibt es offenbar genug Tee in den Läden, bei absteigender Tendenz.

Experten warnen deshalb vor weiteren möglichen Problemen in der Lieferkette neben dem Schwarztee. Bekleidungshändler wie Next, Primark und Matalan haben bereits vor möglichen Auswirkungen einer Unterbrechung der Lieferungen über das Rote Meer gewarnt.”

Der Teeguru meint: Viel Wirbel um wenig Problem. Die Quellen des Teeguru melden keine ernsthaften Versorgungsprobleme zum momentanen Zeitpunkt. Da es sich beim Engpass nicht um eine grundlegende Verknappung des Rohstoffs Tee handelt, sondern um eine vorübergehende Störung der Lieferketten durch ein einmaliges Ereignis, wird es wohl kaum zu größeren, langfristigen Ausfällen kommen. Man kann nur hoffen, dass es auf der Insel genügend Milchwirtschaft und Kühe gibt. Damit nicht auch noch die Milch zum knappen Gut wird, die zu jedem Afternoon Tea dazu gehört..

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