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Beifuss, eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler, ist seit Jahrhunderten für seine heilenden Eigenschaften bekannt. Insbesondere der Beifusstee, der aus den getrockneten Blättern und Blüten des Beifusskrauts hergestellt wird, erfreut sich zunehmender Beliebtheit unter Kräuterteeliebhabern. Sein einzigartiger herber Geschmack und die zahlreichen gesundheitlichen Vorteile machen den Beifusstee zu einem wahren Genuss für Körper und Seele. Insbesondere bei Regelschmerzen scheint der Tee der Pflanze sehr gut zu helfen. Der Teeguru hat sich seiner angenommen, um Teeliebhabern einen ersten Überblick über das durchaus exotische Kraut zu verschaffen.

Wie erklärt man einem Teeliebhaber, wie Beifusstee schmeckt? Er ist kräftig und würzig, fast erdig, mit einer leichten Bitternote und einem Hauch von Süße und Würze. Diese einzigartige Kombination sorgt für ein unvergleichliches Geschmackserlebnis im Kräuterteebereich, das sowohl beruhigend als auch belebend wirkt. Kein Allerweltstee, aber auch nicht jedermanns Geschmack.

Doch der Beifusstee überzeugt nicht nur durch seinen einzigartigen Geschmack, sondern insbesondere auch durch seine zahlreichen gesundheitlichen Vorteile.

Inhaltsstoffe und gesundheitliche Wirkung

Beifuss enthält eine Vielzahl von Wirkstoffen, darunter Flavonoide, ätherische Öle, Terpene und Bitterstoffe. Beifuss ist reich an Antioxidantien, die dazu beitragen, freie Radikale im Körper zu neutralisieren und somit Zellschäden vorzubeugen. Darüber hinaus enthält Beifuss eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralstoffen, die das Immunsystem stärken und die allgemeine Gesundheit fördern.

Verdauungsfördernd: Beifuss wird oft zur Behandlung von Magen-Darm-Problemen wie Blähungen, Durchfall und Verdauungsstörungen verwendet. Die Bitterstoffe in Beifuss regen die Produktion von Verdauungssäften an und helfen so bei der Verdauung von Nahrungsmitteln.

Krampflösend: Beifuss enthält auch krampflösende Wirkstoffe, die bei Menstruationsbeschwerden und Magenkrämpfen helfen können.

Entzündungshemmend: Die ätherischen Öle in Beifuss haben entzündungshemmende Eigenschaften, die bei der Behandlung von Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen helfen können.

Antibakteriell und antiviral: Beifuss hat auch antibakterielle und antivirale Eigenschaften, die dazu beitragen können, Infektionen zu bekämpfen und das Immunsystem zu stärken.

Einige Studien [1, 2] zeigen, dass Beifuss entzündungshemmende Substanzen wie Artemisinin und Cardamonin enthält. Diese helfen, durch Morbus Crohn verursachte Entzündungen zu reduzieren, was auch dazu beitragen kann, die Lebensqualität von Patienten mit dieser Krankheit zu verbessern. Es sind jedoch noch weitere Studien erforderlich, um diesen Nutzen zu belegen.

Beifuss als “Wundermittel” bei Unterleibsschmerzen

Der Beifuss ist zweifelsfrei eines der wichtigsten Kräuter in der Frauenheilkunde, da er bei vielen Beschwerden eine Linderung verschaffen kann. So gilt der Beifuss beispielsweise als echtes Wundermittel, wenn es um Unterleibsschmerzen geht. Grund dafür ist seine wärmende und krampflösenden Wirkung. Auch bei Wechseljahresbeschwerden oder dem prämenstruellen Syndrom (PMS) kann Beifuss Linderungen verschaffen.

Maßgeblich verantwortlich für die positiven Wirkungen sind die sogenannten Sesquiterpenlactone, bei denen es sich um bestimmte Bitterstoffe handelt und das enthaltene ätherische Öl mit den Hauptbestandteilen Kampfer und Thujon.

Es gibt auch einige Hinweise darauf, dass Beifuss zur Behandlung von Hauterkrankungen wie Ekzemen und Psoriasis verwendet werden kann. Auch bei Schlafstörungen kann er helfen, da er beruhigend wirkt und eine entspannende Wirkung auf den Körper hat.

Neben seinen gesundheitlichen Vorteilen hat der Beifusstee auch eine lange Tradition in der Volksmedizin und wird seit Jahrhunderten zur Unterstützung der Gesundheit eingesetzt. Viele Naturliebhaber schwören auf seine heilende Wirkung und trinken ihn regelmäßig, um ihr Wohlbefinden zu steigern und Krankheiten vorzubeugen.

Geschichte und Tradition

Beifuss hat eine lange Geschichte der Anwendung in der Volksmedizin. Schon im alten Griechenland wurde es als Heilmittel gegen Verdauungsstörungen, Menstruationsbeschwerden und sogar als Mittel gegen Unfruchtbarkeit verwendet. In der chinesischen Medizin wird es seit Tausenden von Jahren als Mittel gegen Malaria, Fieber und zur Verbesserung der Verdauung eingesetzt.

Botanik und Anbau

Artemisia ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 2 m hoch werden kann. Die Blätter sind gefiedert und silbrig-grün. Sie produziert kleine, unscheinbare gelbliche Blüten, die in dichten Ähren wachsen. Beifuss wächst auf nährstoffreichen, feuchten Böden und bevorzugt sonnige Standorte.

Lieder ist die Pflanze auch ein häufiges Allergen. Personen, die allergisch gegen andere Mitglieder der Pflanzenfamilie Asteraceae/Compositae sind – wie  Chrysanthemen, Ringelblumen, Gänseblümchen und viele andere Kräuter – und Personen, die allergisch gegen Birke, Sellerie oder wilde Karotten sind, können allergische Reaktionen entwickeln. Dasselbe gilt für diejenigen, die allergisch auf Dinge wie weißen Senf, Honig, Gelée Royale, Haselnuss, Olive, Latex, Pfirsich, Kiwi und Salbei sind. Wenn Sie also gegen eine der oben aufgeführten Pflanzen allergisch sind oder häufig eine negative Immunreaktion auf neue Lebensmittel haben, ist Beifuss wahrscheinlich nichts für Sie.

Endemisch auf mehreren Kontinenten

Die Hauptproduktionsländer von Beifusstee sind:

Europa: In Europa wird Beifuss vor allem in Ländern wie Deutschland, Frankreich, Polen und Russland angebaut und verwendet. Historisch gesehen hat das Kraut eine lange Tradition in der europäischen Volksmedizin und wird noch heute für seine gesundheitlichen Vorteile geschätzt.

Asien: Beifuss ist auch in einigen asiatischen Ländern wie China, Japan und Korea weit verbreitet. In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Pflanze seit Tausenden von Jahren als Heilmittel eingesetzt.

Nordamerika: Artemisia ist auch in Nordamerika beheimatet, wo er von indigenen Völkern für medizinische Zwecke verwendet wurde. Heutzutage wird Beifuss in den USA und Kanada insbesondere zur Herstellung von Tees verwendet.

Anbieter in Deutschland

In Deutschland gibt es bekannte Anbieter von Beifusstee, wie zum Beispiel die Marke Sonnentor, die eine Vielzahl an Bio-Kräutertees anbietet. Auch Reformhäuser, Bioläden und Online-Shops bieten sortenreine Aufgüsse an. Wir empfehlen desweiteren die Marke „Edel Kraut“, die als Bio-Anbieter einen sehr empfehlenswerten Beifusstee anbietet.

Der Teeguru meint: Beifuss ist eine vielseitige Pflanze mit einer langen Geschichte der Verwendung in der Volksmedizin. Trotzdem spielt er unter Teeliebhabern eher eine untergeordnete Rolle. Wer aber auf der Suche nach Schmerzlinderung bei Menstruationsschmerzen ist, sollte ihn unbedingt ausprobieren. Zahlreiche Erfahrungsberichte im Internet weisen darauf hin, dass der Tee massiv zur Linderung beitragen kann. Und wer sich einfach der Vielfalt der heimischen Kräuter hingeben möchte, der sollte sich auf einen Geschmackstest auf jeden Fall einlassen.

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