{"id":2271,"date":"2024-08-13T19:00:00","date_gmt":"2024-08-13T17:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/teeguru.net\/?p=2271"},"modified":"2024-07-28T15:34:23","modified_gmt":"2024-07-28T13:34:23","slug":"teestunde-bernd-merzenich-und-al-imfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teeguru.net\/en\/teestunde-bernd-merzenich-und-al-imfeld\/","title":{"rendered":"Teestunde: Bernd Merzenich und Al Imfeld"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"2271\" class=\"elementor elementor-2271\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-7c8ca7d elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"7c8ca7d\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-1b5618b\" data-id=\"1b5618b\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6d55828 elementor-widget-laptop__width-initial elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"6d55828\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Teestunde: Bernd Merzenich, Al Imfeld<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ea2d022 elementor-widget-laptop__width-initial elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"ea2d022\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>In alten chinesischen Schriften werden Tee bzw. Teepflanze unter verschiedenen Namen Tu, She, Ch&#8217;uan,Kia oder Ming erw\u00e4hnt. Seit dem 5. Jahrhundert b\u00fcrgerte sich in China und Japan das bis heute gebr\u00e4uchliche Wort Ch&#8217;a ein. Im Amoy-Dialekt ist von T&#8217;e die Rede; diese Bezeichnung wurde mit der Einf\u00fchrung des Tees durch Holl\u00e4nder und Engl\u00e4nder im 16. Jahrhundert in Europa \u00fcbernommen. Der deutsche Arzt und Forschungsreisende Engelbrecht Kaempfer (1651 bis 1716) und der schwedische Botaniker Carl von Linn\u00e9 (1707 bis 1778) f\u00fchrten den botanischen Namen Thea ein. Die Teepflanze geh\u00f6rt innerhalb der botanischen Familie der Theaceae zur Gattung der Kameliengew\u00e4chse.\u00a0<\/p><p>Man unterscheidet zwischen den beiden Arten Thea (oder Camellia) sinensis und Thea (Camellia) assamica, wobei sich die Wissenschaftler uneins sind, welche von beiden die urspr\u00fcngliche Teepflanze ist. Tee ist ein immergr\u00fcnes Baumgew\u00e4chs mit gelblich-wei\u00dfen Bl\u00fcten und hartschaligen, haselnu\u00df\u00e4hnlichen Fr\u00fcchten. Die kurzstieligen, lederartigen Bl\u00e4tter besitzen einen gezahnten Rand. Die Unterseite der j\u00fcngeren Bl\u00e4tter sowie die Blattknospen sind mit einem feinen Flaum bedeckt, der &#8211; bei den Blatt-Tees &#8211; nach der Verarbeitung als silbriger Schimmer sichtbar ist.<\/p><p>Der Tee ben\u00f6tigt zum guten Gedeihen geeignete Umweltbedingungen: mittlere Jahrestemperaturen von mindestens 18\u00b0C und H\u00f6chstwerte von 32\u00b0C im Schatten, keinen bzw. seltenen und m\u00e4\u00dfigen Frost, t\u00e4glich mindestens vier Stunden Sonne und gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber das Jahr verteilte Regenf\u00e4lle von wenigstens 1600 Litern. Die Teepflanze, die eine bis zu sechs Meter lange Pfahlwurzel entwickelt, braucht einen tiefgr\u00fcndigen, gut durchl\u00fcfteten, n\u00e4hrstoffreichen und sauren Boden.\u00a0<\/p><p>Bergregionen werden zum Teeanbau nicht nur wegen ihrer Sonnenlagen bevorzugt, sondern ebenso aufgrund ihrer M\u00f6glichkeiten zur Entw\u00e4sserung: Tee vertr\u00e4gt keine stauende N\u00e4sse. In vielen Anbaugebieten sch\u00fctzt man die Teepflanzungen durch Schattenb\u00e4ume vor zu starker Sonneneinstrahlung und Bodenerosion.<\/p><p>Die Grundlage aller Teekulturen bilden die beiden Ur-Teepflanzen Thea sinensis (Chinapflanze) und Thea assamica (Assampflanze). Die Thea sinensis bleibt auch ohne Beschneiden strauchartig und w\u00e4chst nicht h\u00f6her als drei bis vier Meter. Sie entwickelt kleinere und zartere Bl\u00e4tter als die Assampflanze, eignet sich besonders f\u00fcr gem\u00e4\u00dfigte Klimazonen und vertr\u00e4gt sogar Frost. Die Thea assamica dagegen w\u00e4chst, unbeschnitten, zu einem Baum von bis zu 15 Meter H\u00f6he. Sie treibt gr\u00f6ssere Bl\u00e4tter und bringt h\u00f6here Ertr\u00e4ge als die Chinapflanze; als reines Tropengew\u00e4chs ben\u00f6tigt sie viel W\u00e4rme.<\/p><p>Regelm\u00e4\u00dfiges Beschneiden h\u00e4lt die Teepflanzen auf einer H\u00f6he von etwa einem Meter. Der Teebusch bleibt so in seiner vegetativen Phase und treibt immer wieder neue Bl\u00e4tter und \u00c4ste. Lie\u00dfe man ihn seine reproduktive Phase, in der er bl\u00fcht und Fr\u00fcchte tr\u00e4gt, erreichen, w\u00fcrde er kaum neue Triebe entwickeln. Dar\u00fcber hinaus ist die H\u00f6he von etwa einem Meter optimal f\u00fcr ein bequemes und schnelles Pfl\u00fccken.<\/p><p>Um gleichzeitig widerstandsf\u00e4higere, f\u00fcr die verschiedenen Anbaugebiete und Umweltbedingungen besser geeignete, ertragreichere, aromatischere sowie gegen Sch\u00e4dlinge und Pflanzenkrankheiten in den unterschiedlichen Regionen resistentere Teepflanzen zu erhalten, wurden die beiden Urpflanzen immer wieder gekreuzt. Die so entstandene Assam-Hybride hat sich dabei als besonders vorteilhaft erwiesen und diente als Pflanzmaterial f\u00fcr die meisten Teeanbaugebiete der Welt.<\/p><p>Dies bedeutet jedoch nicht, da\u00df die Unterschiede zwischen den verschiedenen Teesorten in Qualit\u00e4t und Ge- schmack \u00fcberwiegend auf die Teepflanze selbst zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Wesentlich wichtigere Faktoren sind Anbaugebiete, H\u00f6henlage, Klima, Sonneneinstrahlung, Bodenbeschaffenheit, nicht zuletzt die Sorgfalt beim Pfl\u00fccken und bei der Weiterverarbeitung des Blattgutes.\u00a0<\/p><p>Schon innerhalb einer einzigen Anbauregion oder selbst einer gro\u00dfen Plantage erh\u00e4lt man eine Vielzahl unterschiedlicher Tees, deren Geschmack und Qualit\u00e4t je nach Jahreszeit verschieden ausfallen. In dieser Beziehung l\u00e4\u00dft sich Tee am ehesten mit Wein vergleichen: Jeder Weinberg in jedem Jahrgang bringt seinen gleichzei- tig typischen und individuellen Wein hervor. Ein Weintrinker wei\u00df, da\u00df sein bevorzugter Rebensaft in jedem Jahrgang leicht anders ausf\u00e4llt, die meisten Teetrinker hingegen legen offensichtlich Wert darauf, da\u00df ihr Tee st\u00e4ndig gleich schmeckt.\u00a0<\/p><p>Die Mehrzahl der Verbraucher w\u00e4hlt ihre Teesorte nicht nach einem bestimmten Anbauland oder -gebiet aus, sondern orientiert sich an den Markennamen der Teehandelsfirmen und akzeptiert damit eine st\u00e4ndige Geschmacksvereinheitlichung und Qualit\u00e4tsverflachung. Sind Mischungen aus Tees einer einzigen Anbauregion noch sinnvoll, so entsprechen vor allem Billigmarken h\u00e4ufig einem Verschnitt aus\u00a0 einem sauren rheinischen Riesling, einem schweren badischen Gew\u00fcrztraminer, einem trockenen Bordeaux-Rotwein und einem s\u00fc\u00dfen ungarischen Ros\u00e9 &#8211; ein Frevel f\u00fcr jeden Weinliebhaber.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teestunde: Bernd Merzenich, Al Imfeld In alten chinesischen Schriften werden Tee bzw. Teepflanze unter verschiedenen Namen Tu, She, Ch&#8217;uan,Kia oder Ming erw\u00e4hnt. Seit dem 5. 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